Blues:
Da schauts. Da sind wir endlich.
Endlich was
Bekanntes
Da leuchtet
Koks am Himmel:
Ich bring dir
jeden Deppen for my coke –
Im 3. Stock
ist Knallpuffabend
Die Lichter
hängen wie die breiten Fressen
aus den
Fenstern
-geballt und
over –
Die Pirouetten
drehn ihr tollstes Ding:
Das Scheusal,
was auch lieb sein kann;
wird über Samt
und Plasta an die Front gedreht
Von Gegenüber
kommt der
Spiegel bei dir an.
Da sagst du
glatt:
Hier sind wir
da – linksrum, rechtsrum,
hier blitzt
das Leben.
Und zwischen
Kühlschrank, Ecksofa und
Blick auf
Straße,
aufs Autodach
im Glanz der Abendsonne
und auf den
letzten Tropf an der Laterne,
zwischen Tisch
und Bein ein Bein und noch eins
und noch mehr
aus der Wundertüte
zwischen
rotgeripptem Fleisch
und roten
Himmel
die Glotze
brüllt
das Radio
schwillt an
der Verkehr
schlägt wie das Herz auf Sprit –
Zwischen Weng
Shou, Jade, 15. Jahrhundert
Und Bryère,
Esche, 19.
steht Dackel
Lehmann auf dem Sims,
Er wackelt
seinen Kopf.
Du bindest
eine rote Schleife
um den
schwarzen Hals
und tätschelst
seine schwarzen Ohren
Du sagst:
So verliebt
war ich noch nie
Und in einer
echten Liebeswolke
- sie hing zum
Fenster raus an schönen Tagen –
schwillt der
Kamm, die Badewanne läuft über
Gas strömt aus
und die Wäsche hängt wie gerupft
am
Suffragettenhals
Heißa Juche –
da trifft die Welt
im freien
Fall
auf einen
Knochen
-
Ich war
draußen, eh ich richtig wach wurd
Mein
gottverdammtes Glück
- mein gottverdammtes Glück –
Tatü Tata schmatzt die Leitkultur in der
Stadt
jedes Haus mein Spiegel
jeder Fensterplatz ein flacher Scherz
-
Ich seh’,
wie meine Wolke platzt
Im Schein erstickt die Zunge
- im Venusapfelbaum die Nacht –
jede Nacht mein Body, und der Tag mein Traum
jede Nacht mein Body
jeder Tag mein Traum
-
Nun sind
die Echos kurz und raus – aus Nirgendwo
Dieser Durchgang ist verbraucht
- dieser Durchgang ist verbraucht –
dieser Schrei erstickt im Bauch
jeder Schrei mein Echo
jedes Bild spiegelt diese Haut
So rückt die letzte Kleinigkeit
vor einer scharf geschnittenen Rasenkante
ins Licht
eine Rose, natürlich eine rote Rose
eine heimliche Liebschaft (?)
eine heimliche Liebschaft
vor den in Grau gelegt Köpfen...?
gelähmt gelehnt stützt sich der Große auf
den Kleinen
die Hände sind verschränkt verknotet
und in kaltem Schweiß allein
ein schwarzer Schuh tritt die Rose ins Grab
und eine kräftige Frühjahrsstimme
hebt sich über die getretenen Reihen
Sie war nicht der Cherusker – stimmt!
Sie hatte Schwächen wie wir alle
Doch eine unvergleichliche Stärke zeichnet
sie scharf.
- Sie hatte das Licht auf ihrer Seite –
wenn wir so wollen
eine Schwarzmarkante Silhouette
vor einem honiggelben Untergang
-
Ein lauer
Tag bricht mit dem alten ab
Kein Kopf bewegt den Arsch
- kein blauer Spiegel reckt den Schwanz zum
Mars
die Nacht - beißt dir die Füße ab
ich merke nichts vom Hirn
küss mich raus hier – ich sterb ab
küss mich raus hier – ich sterbe ab
Und so ein
Schmatz
hält alles Fleisch an
aber nur für’n Moment
dann
ist die Zeit wieder dran
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